Freitag, 18. Dezember 2009
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Ich habe diesen Film vor Jahren gesehen, und erst kürzlich wieder entdeckt.
Es ist ein Film der sich mit Themen wie der trostlosigkeit des Alltags und Auswegen daraus beschäftigt- wobei diese nicht immer gute Allternativen sein müssen. Oder zumindest verstehe ich den Film so. Er läßt viel Spielraum für eigene Interpretarionen, was definitiv deutlich zu seinem Reiz beiträgt.
Viel Vergnügen dabei:
Das Orginal ist hier zu finden: Happy Product
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Nicht genug Leid
Folgende Theorie:
Der Mensch lebt sein Leben, und er lebt es in einem Käfig aus System, Normen und Alltagstrott. Der Mensch, an sich ein mündiges Wesen und durchaus zu tiefergehenden Gedanken in der Lage, sitz da in seinem Käfig, und die Tür steht weit offen. Bricht er aus? Nein. Er bleibt da sitzen wo er ist, auf seinen vier Buchstaben, und nimmt es in kauf das er in einem Käfig lebt.
Er sieht weder die Gitterstäbe, noch die Tür, noch sieht er das da draußen, ausserhalb von einem Gehege, auch Menschen rumlaufen. Er sieht nur seine Käfigwelt. Er gibt sich damit zufrieden ein paar mal am Tag einige saftige Staeks oder Bio-Salate vor die Füße geworfen zu bekommen. Alles war er dafür machen muss ist 8 Stunden am Tag den Käfig zu putzen. Manchmal streicht er die Gitterstäbe Grün an und sagt: Juhu, wie individuell meine Welt doch ist. Manchmal streicht er sie auch schwarz an und schreit: Juhu, wie individuell meine Welt doch ist.
Manche Menschen sind Macher. Sie wissen von dem Käfig, und sie wissen wie wichtig er ist. Und weil sie ihn erhalten möchten machen sie dann Regeln über ihn. Wie breit die Gitterstäbe sein dürfen, oder welche Farben sie haben sollen um zueinander zu passen.
Andere sehen nicht nur den Käfig, sie sehen auch die Tür, die ja weit offen steht. Rennen sie hinaus in die Welt und entecken ihre neue Freiheit? Manchmal. Aber meistens ist ihnen ihr Steak oder ihr Bio-Salat zu wichtig, als das sie es riskieren würden.
Und jetzt kommt die entscheidende Frage. Sind die Menschen in ihrem Käfig glücklich?
Manche würden ja schreien, wenn man sie Fragt, und sich dann mit hassverzehrtem Gesicht die Augen auskratzen. Manche würde nein schreien und dann in Psychotherapie gehen, weil sie sonst nicht mehr ptzen könnten. Aber die meisten sehen einen doch nur verständnisslos an. Glück? Klar. Ich bin der glücklichste Mensch der Welt. Glück? Nee- aber so ist das Leben halt, ist eben kein Ponnyhof. Glück? Klar. Jeden Abend vor der Glotze.
Und jetzt veratte ich euch was. Als ich heute Abend im Zug gesessen habe, ein Zug in dem jeder Sitztplatz besetzt war, an einem Mittwoch Abend um 8, da habe ich nicht einen einzigen Menschen lächeln sehen. Nur leere Augen. Und alle haben die Gitterstäbe angestarrt.
Lasst es mich einmal sagen, nur einmal.
Ich
will
hier
raus!
Montag, 3. August 2009
Leid
Das Leben ist voll von Leid. Wohin man blickt in dieser großen weiten Welt, überall sticht einem das Leid entgegen. Es taucht im Scheinwerferlicht des Autos auf, wo hunderte von Lebewesen bei jeder fahrt ihre Existenz beenden müssen, es grinst uns frech aus den Eingeweiden eines überfahrenen Tieres oder abgeschlachteten Kindes an, es springt uns aus den Augen unserer Mitmenschen entgegen- und nur all zu oft lauert es im Spiegel, versteckt hinter unserem Spiegelbild, und schreit unsere Seele an. Es beginnt im kleinsten, dort, wo wir es nicht bemerken müssen, und selten wollen, auf der Wiese, zwischen den Grashalmen, wo der Tod durch Gift und Kampf täglich Millionen neuer Opfer findet. Und weiter setzt es sich fort, in den Wäldern und Wüsten, ob solche aus Schnee oder aus Sand, wo der Tod langsam und schleichend kommt, und er nicht selten der gnädige Erretter vom Leid ist, das sich der Verdurstenden und der Gejagten bemächtigt hat. Aber es ist nicht nur so offensichtlich zu gange, nein, nur ein kleiner Blick hinter den Vorhang reicht aus, und schon sehen wir wie jeden Tag Tausende Tiere zur Schlachtbank geführt werden, manchmal qualvoll, manchmal gnädig getötet werden, nach einem Leben das, immer noch zu oft, ein all zu Leidvolles war. Und weiteres Leid sehen wir, manchmal flackert es uns ins Gehirn, von einem Nachrichtensprecher dort eingepflanzt, zwischen Werbeblock und Spielfilm, der nicht selten von fiktivem Leid handelt, wie um uns zu versichern das es schlimmeres gibt als das bisschen Leid das uns jeden Tag widerfährt. Aber das Leid bleibt in der Flimmerkiste, und wabbert nur als Gedankenblase in unseren Köpfen herum. Nicht aber sehen wir das Leid, von dem noch vor dem Spielfilm ein kurzer, winziger, ja fast schon aberwitzig kleiner Ausschnitt gezeigt wurde, in sachlichen, emotionslosen Sätzen runtergespult. Wir vergessen es nur all zu schnell wieder. Aber es ist da, und das jeden Tag, jede Nacht, jede Stunde. Da verrecken Kinder an Hunger, werden tot geprügelt, vergewaltigt, körperlich wie seelisch, bekommen Gliedmaßen abgerissen oder abgesprengt, verbluten, werden gezwungen ihre Eltern zu erschießen, müssen sich für Essen prostituieren, werden geblendet und gehängt, verenden an Seelischer ud körperlicher Vernachlässigung, werden abgestumpft und ausgehöhlt, werden Erwachsen.
Die Bandbreite dessen, was wir Menschen uns gegenseitig antun ist so gewaltig, dass ich sie nicht einmal aufzählen kann. Wenn man sich ein paar Wochen Zeit nähme, und sich alle Grausamkeiten einfallen lassen würde, die einem in den Sinn kommen, so hätte man nicht einmal die Spitze dessen gefunden, was Menschen sich seit ihrem Glorreichen Auftritt vor ein paar Tausend Jahren schon angetan haben, und nicht einmal die Hälfte dessen was sie sich jeden verdammten Tag auf neue, immer und immer wieder antun. Der Menschen ist sich selbst das schlimmste Raubtier. So sprach ein Mann der weiser was als ich einmal. Und das ist ein guter Satz, ein wahrer Satz, und doch ein unvollkommener, deckt er doch nicht ab mit welchem Genuss Menschen sich immer wieder aufs neue aneinander auslassen. Und das schlimmste daran ist die Tatsache, das sie sich dabei immer wieder im Recht sehen. Da werden Frauen die Brüste abgeschnitten, und es ist rechtens, denn sie gehören zum falschen Stamm. Da werden Menschen gehängt, mit Stromstößen oder Gift umgebracht, und es ist rechtens, den sie waren ja Verbrecher. Da wird ein Dorf niedergebombt, und es ist rechtens, den es waren zwei Terroristen anwesend. Da werden Frauen vergewaltigt, über Stunden, über Tage manchmal, und es ist rechtens, den sie sind nur Besitz. Da werden kleinen Mädchen die Schamlippen abgeschnitten, und es ist rechtens, den es ist Tradition. Da werden tausende Tiere gezüchtet, nur um ein künstlich geschaffenes Bild einer Ernährungsvorstellugn zu bedienen, und es ist rechtens, den es bringt Geld ein. Oh, Mensch, wie kannst du es nur wagen dich als Krönung dieser Schöpfung zu bezeichnen?
Montag, 20. Juli 2009
Die Straße ist leer, und zieht sich vor mir her wie eine Schlange, die sich schlängelt und windet, aber niemals ein Ende findet. Es ist Nacht, und die Straßenbeleutung, die in dieser Gegend noch blass weiß und nicht merkwürdig gelblich ist, lässt nur ein paar Sterne am Himmel sehen. Unter meinen nackten Füßen kann ich den Asphalt spüren. Er ist noch immer Warm, es war ein heißer Tag. Die Körnige Struktur fühlt sich angenehm an, unter meinen Füßen.
Tagsüber tobt hier das Leben. Da fahren Autos hier lang, endlos lange, eins nach dem anderen. Da laufen die Menschen auf den Bürgersteigen, und ein jeder hat ein Ziel und eine Richtung in die er geht. Auf dieser Straße und im Leben. Jeder der hier lang läuft denkt, er wisse wo er hin will. Das nächste Warenhaus vielleicht. Oder die Drogerie um die Ecke. Vielleicht auch das Zu hause, oder das Heim eines Freundes. Jeder hat sein Ziel. Und jeder läuft nur auf dieses Ziel hin. Ein jeder Schritt hat seinen Sinn, seine Bestimmung. So sieht es auch oft im Leben dieser schnellen Schreiter aus. Da ist ein Ziel, dem einen klarer als dem anderen, und es gibt ihnen die Kraft vorwärts zu gehen, zur Ausbildung, zum Einfamilienhaus, zur nächsten Gehaltsabrechnung, egal wohin.
Jetzt, bei Nacht, gibt es kein Stures Gradeausrennen. Es gibt nur mich, die Straße und den warmen Asphalt unter mir. Und während ich hier langlaufe, ohne zu wissen wohin, da spüre ich es so intensiv wie selten zuvor: Es gibt mehr. Und es gibt mehr als nur totes dahinvegetieren. Es muss mehr geben. Manchmal da braucht es nur ein kurzes Innehalten, einige Sekunden in denen das leben kurz stockt, und diese eine Frage, die dann aus den tiefen unserer Herzen hochkommt: Wer bin ich?
Samstag, 18. Juli 2009
Und ich seh' jeden Tag, den Schmerz an Kassen Schlange stehen...
Jeden Tag, wenn ich da draußen bin, an der Front, und den Kampf kämpfe den manche Leben nennen, da sehe ich die anderen. Zombies, mit leergefickten Köpfen, die von A nach B rennen, ohne jemals innezuhalten, ohne jemals still zu stehen. Zombies, die niemals auch nur einen Gedanken daran verwenden, wie angepasst sie sind, und wie sehr diese Angepasstheit dem ewigen Schlaf gleicht. Wir kämpfen jeden Tag ums überleben, aber niemals Fragt einer ob es noch lebenswert ist, was wir da Leben schimpfen. Und ob es noch Wert ist dafür zu kämpfen.
30 Jahre lang am Leben erfrieren. Könnt ihr euch das vorstellen? Jeden Tag die selbe Arbeit machen. Die selben Handgriffe, die selben Worte sprechen. Niemals die gleichen, aber immer die selben. Kollegen die im Jahresrhytmus kommen und gehen, aber letztlich doch immer das selbe Gesicht haben. In der Raucherpause 30 Jahre lang über die selben Witzte lachen. Vor dem Chef katzbuckeln. Nicht denken was man sagt und nicht sagen was man denkt. 30 Jahre.
Und Zuhause? Sieht es da besser aus? Nicht wircklich. Fernsehen. Ob man es wahrhaben will oder nicht, aber das ist das beherschende Bild im privaten Alltag. Neben Essen und Ficken das wichtigste.
Das schlimme an diesem Leben ist, wie sehr es einen Glauben lässt das einzig Lebbare zu sein. Das einzige was geht. Glaubt mir, das ist es nicht. Es gibt viel viel mehr da draußen.
Auch wenn dieses Leben einem noch so normal und Allternativlos vorkommt. Alles was man zahlen muss ist ein Minimum an Sicherheit. Es kann Angst machen nicht zu wissen wie Morgen aussehen wird. Es kann aber auch Berfreien, das Herz und die Seele.
Seid Mutig, und wagt es. Brecht aus.
Der erste Schritt?
Fragt euch selbst: Ist dieses leben wickrklich das Leben, das ich Leben möchte?
Aber habt niemals Angst vor der Antwort...
Mittwoch, 15. Juli 2009
Leben!!
Carpe Noctem, ihr Kinder der Nacht, ihr Wanderer auf des Lebens Pfaden. Carpe Noctem.
Wo seid ihr da draußen? Wie seid ihr da draußen? Seid ihr einsam? Oder habt ihr das Glück das Leben in Gesellschaft zu verbringen?
Es spielt an und für sich keine Rolle ob wir einsam suchen oder ob andere mit uns gehen. Sterben werden wir alleine. Und eigentlich leben wir auch alleine, wenn auch nicht immer einsam. Und eigentlich ist beides nicht so weit voneinander entfernt wie manche es gerne glauben würden.
Das, was viele Leben nenne, dass gibt es nicht. Es gibt nur Essen, Ficken und Schlafen, und dazwischen ein bisschen zu viel Arbeiten. Jeden Tag, von der Schule bis zur Rente. Es gibt nur Luft holen, nur dahinvegetieren. Und keine Rettung, für niemanden von uns. Wie sind Verlorene, da draußen und in unseren Köpfen, verloren an das was wir so gerne mit Recht Leben nennen würden. Verloren an dieses ewige Im Getriebe laufen, ohne Rettung, Immerdar.
Möchtet ihr auch so gerne ausbrechen wie ich? Wollt ihr auch da raus? Ich möchte es so gerne schreien: LASST MICH RAUS! Aber der Wahnsinn in meinem Kopf übertönt die Schreie in meiner Seele, und lässt mich stur weiterrennen, im Hamsterrad des Lebens.
Last uns gemeinsam ein bisschen schreien. Hier ist ein Ort dafür. Für das Schreien. Für das Leben.
Ich will nicht mehr, und ich kann auch nicht mehr so weitermachen. Jeder Tag ist eine breiige Masse. Kino, Fernsehen, Konsumwahn, Einkaufen, Ficken, Daddeln, Spielen sind alles nur Tätigkeiten, die für Minuten oder Stunden wegleugnen sollen wie trostlos Leben hier ist. Wie unlebenswert unser aller Leben ist. Seid ihr Glücklich da draußen? Seid ihr zufrieden?
Ich bin tot. Totgefickt vom Leben.
Carope noctem!
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