Mittwoch, 15. Juli 2009
Leben!!
Carpe Noctem, ihr Kinder der Nacht, ihr Wanderer auf des Lebens Pfaden. Carpe Noctem.
Wo seid ihr da draußen? Wie seid ihr da draußen? Seid ihr einsam? Oder habt ihr das Glück das Leben in Gesellschaft zu verbringen?
Es spielt an und für sich keine Rolle ob wir einsam suchen oder ob andere mit uns gehen. Sterben werden wir alleine. Und eigentlich leben wir auch alleine, wenn auch nicht immer einsam. Und eigentlich ist beides nicht so weit voneinander entfernt wie manche es gerne glauben würden.
Das, was viele Leben nenne, dass gibt es nicht. Es gibt nur Essen, Ficken und Schlafen, und dazwischen ein bisschen zu viel Arbeiten. Jeden Tag, von der Schule bis zur Rente. Es gibt nur Luft holen, nur dahinvegetieren. Und keine Rettung, für niemanden von uns. Wie sind Verlorene, da draußen und in unseren Köpfen, verloren an das was wir so gerne mit Recht Leben nennen würden. Verloren an dieses ewige Im Getriebe laufen, ohne Rettung, Immerdar.
Möchtet ihr auch so gerne ausbrechen wie ich? Wollt ihr auch da raus? Ich möchte es so gerne schreien: LASST MICH RAUS! Aber der Wahnsinn in meinem Kopf übertönt die Schreie in meiner Seele, und lässt mich stur weiterrennen, im Hamsterrad des Lebens.
Last uns gemeinsam ein bisschen schreien. Hier ist ein Ort dafür. Für das Schreien. Für das Leben.
Ich will nicht mehr, und ich kann auch nicht mehr so weitermachen. Jeder Tag ist eine breiige Masse. Kino, Fernsehen, Konsumwahn, Einkaufen, Ficken, Daddeln, Spielen sind alles nur Tätigkeiten, die für Minuten oder Stunden wegleugnen sollen wie trostlos Leben hier ist. Wie unlebenswert unser aller Leben ist. Seid ihr Glücklich da draußen? Seid ihr zufrieden?
Ich bin tot. Totgefickt vom Leben.
Carope noctem!
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