Dienstag, 19. Januar 2010
Für einen alten Freund
Hörst du mich?
Ich sehe dich!
Wie du leidest,
dich in Fassaden kleidest.
Irgendwo, weit weg von hier
Sitze ich jetzt neben dir
Höre deinen letzten Schrei
Mein Gott, wann bist du endlich frei?
Frei genug um zu verstehen
Du kannst den Weg nicht weiter gehen
Er führt dich hin zum Untergang
Weist du wie sehr ich um dich bang?
Du Feiert fröhlich weiter
Machst und tust als wärst du heiter
Doch tief in dir, das weis ich jetzt
Bist du es der sich zu mir setzt.
Du suchst die Hilfe die ich gebe
Weil du ahnst das ich nicht lebe
Ich sitze hier und recke mich
Reich meine Hand zu greifen dich.
Das Fest das man dein Leben nennt
Ist es woran dein Geist verbrennt
Jetzt setzt du dir den goldnen Schuss
Machst mit mir und allen Schluss
Nimm meine Hand
Renn durch die Wand
Die du dir gebaut
Dein Schrei ist zu laut
Du willst ihn nicht mehr hören
Er könnte dich beim feiern stören
Doch jede Party geht vorbei
Komm her und setz die Schreie frei
Die Schreie welche in dir reifen
Zu fest nach deiner Seele greifen
Zu hören sind, nur für die Toten,
die dir die Hand entgegenboten
Es ist zu spät
Du betratst einen Weg, der niemals weitergeht
Ich konnte dich nicht erreichen
Das Schicksal stellte dir die Weichen
Die führten dich zur letzten Tat
Du hörest nicht auf meinen Rat
Befreitest dich vom stummen Schrei
Jetzt ist deine Seele frei
Denn irgendwo weit weg von hier
Sitze ich jetzt neben dir
Höre diesen letzten Schrei
Und weis genau, jetzt bist du frei.
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