Mittwoch, 14. April 2010
A Divine Image
William Blake:
A Divine Image
Cruelty has a Human Heart,
And Jealousy a Human Face;
Terror the Human Form Divine,
And Secrecy the Human Dress.
The Human Dress is forged Iron,
The Human Form a fiery Forge,
The Human Face a Furnace seal'd,
The Human Heart its hungry Gorge.
Eines Gottes Ebenbild
Grausamkeit hat ein Menschenherz
und Eifersucht Menschengesicht;
Schrecken birgt göttliche Menschenform
und Menschenkleid zeiget das nicht.
Des Menschen Kleid ist geschmiedet
in Menschenforms loderndem Grund.
Das Menschengesicht: ein verschlossener Herd
und sein Herz ein hungriger Schlund.
Absatz
Jeden Tag geschehen Dinge auf dieser Erde, die mich mit Scham erfüllen wenn ich daran denke das es meine Rasse ist, die dafür Verantwortlich ist. Wir tuen einander Dinge an, die jedem fühlenen Menschen zum Mitleid zwingen sollten. Jede Sekunde. Wir lassen unsere Kinder entweder verhungern, oder überfüttern sie mit unserer Medien"kultur", bis sie aufgequollen sind wie Lufballons (die einen am Bauch, die anderen im Kopf). Wir lassen die Mehrzahl der Erdbevölkerung Dreck und ihren eigenen Kot fressen, damit wir andere Lebewesen züchten, anknabbern und die Reste anschließend wegschmeißen können. Wir Foltern Menschen, oder erdrücken sie mit so viel "Liebe", dass jeder Funke an Selbstständigkeit im Keim zerstört wird.
Kurzum, wir tuen einander fürchterliche Gewalt an. Jede Sekunde leidet irgendwo irgendwer.
Ich weiss: es gibt auch eine Kehrseite der Medallie. Es gibt auch die schönen Momente, die in denen wir Liebe verschenken, in den wir heroisch und Großherzig sind. Ich weiss auch das man das nicht gegeneinander aufrechenen kann: Es spielt keine Rolle in welchem Masse Gewalt stattfindet, und in welchem Liebe da ist. Ich bin mir bewusst darüber, dass ein Funken Liebe ein Leben von Qual lebenswert machen kann. Aber seien wir ehrlich: Auch wenn in diesem Moment, da ich dies schreibe, Liebespaare entstehen, so vergehen sie doch alle irgendwann einmal. Alles Gute was ist wird eines Tages ausgelöscht sein von der Gewalt. Und wir haben noch einen langen Weg vor uns, ehe sich das ändert.
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